AppenzellDigital kennenlernen

Ap­pen­zell­Di­gi­tal ist ein On­line-Por­tal zur Ge­schich­te, Kul­tur und Geo­gra­fie des Ap­pen­zel­ler­lan­des. Es bie­tet Zu­gang zu di­gi­ta­len Bü­chern, Zeit­schrif­ten, Zei­tun­gen, Da­ten­ban­ken und geo­gra­fi­schen Kar­ten, die im In­ter­net ver­füg­bar sind und ap­pen­zel­li­sche The­men be­han­deln. Da die­se In­hal­te aber häu­fig nicht ohne Wei­te­res an der Ober­flä­che lie­gen, son­dern Tei­le von grös­se­ren Web­sites sind, tau­chen sie nicht bei den ers­ten Goog­le-Tref­fern auf. Sie sind also eher in den Tie­fen des In­ter­nets ver­steckt. Aber es lohnt sich, sie her­vor­zu­ho­len! Und ge­nau dies möch­te Ap­pen­zell­Di­gi­tal leis­ten. Das Por­tal will Sie, ge­schätz­te Le­se­rin, ge­schätz­ter Le­ser, zu die­sen In­hal­ten füh­ren.

Ein Bei­spiel ge­fäl­lig? Sie ken­nen ver­mut­lich den Ne­bel­spal­ter. Er ist die äl­tes­te re­gel­mäs­sig er­schei­nen­de hu­mo­ris­ti­sche Zeit­schrift der Welt. Und er wur­de zu sei­nen Glanz­zei­ten zwi­schen den 1920er und frü­hen 1960er Jah­ren von zwei Ap­pen­zel­lern we­sent­lich mit­ge­prägt: von Carl Böck­li und von Ja­kob Nef. Auch ein drit­ter Ap­pen­zel­ler steu­er­te die eine oder an­de­re Ka­ri­ka­tur bei: Kon­rad Bän­zi­ger, ein Se­kun­dar­leh­rer von Hei­den. Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bi­blio­thek hat den Ne­bel­spal­ter kom­plett di­gi­ta­li­siert. Alle Jahr­gän­ge von 1875 bis 2010 sind im In­ter­net frei zu­gäng­lich, und zwar über e‑periodica.ch, die Platt­form der ETH-Bi­blio­thek Zü­rich für di­gi­ta­li­sier­te Schwei­zer Zeit­schrif­ten. Un­ter Ap­pen­zell­Di­gi­tal fin­den Sie das di­gi­ta­le An­ge­bot «Ne­bel­spal­ter», ei­nen Hin­weis auf des­sen ap­pen­zel­li­sche In­hal­te so­wie ei­nen Link zu e‑periodica.ch. Sind Sie bei e‑periodica.ch ge­lan­det, ist die ver­fei­ner­te Su­che zu emp­feh­len. Dort lässt sich der Ne­bel­spal­ter an­wäh­len und bei der Au­toren­su­che der ge­wünsch­te Name ein­ge­ben. Er­schre­cken Sie nicht: 2945 Bei­trä­ge tra­gen die Hand­schrift von Bö. Und auch von Ja­kob Nef sind 1445 Bei­trä­ge on­line. Mit dem Au­toren­stich­wort «Bän­zi­ger» wer­den 60 Tref­fer an­ge­zeigt.

Lie­be Le­se­rin, lie­ber Le­ser. Mit die­sem Me­di­en­tipp möch­ten wir Ih­nen emp­feh­len, ein­mal ganz un­be­darft bei Ap­pen­zell­Di­gi­tal zu stö­bern. Das Por­tal ist dem Ver­ein Ap­pen­zel­ler­hef­te an­ge­glie­dert, der bis­her Wis­sen über Land und Leu­te im Ap­pen­zel­ler­land in Form von Hef­ten ei­nem brei­ten In­ter­es­sen­ten­kreis zu­gäng­lich ge­macht hat. Das kon­ven­tio­nel­le Heft hat nicht aus­ge­dient. Ap­pen­zell­Di­gi­tal ist eine Er­gän­zung, eine an­de­re me­dia­le Form der Ver­mitt­lung.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Beim Öff­nen der Web­site se­hen Sie links ein ro­tes Sym­bol. Eine Schatz­tru­he. Schatz­grä­be­rin­nen und Trou­vail­len-Jä­ger prä­sen­tie­ren Ih­nen hier mo­nat­lich eine Ap­pen­zell­Di­gi­tal-Ent­de­ckung-Ent­de­ckung. Im Fe­bru­ar 2018 wird an die Re­ak­tio­nen von Bö und Nef auf den An­schluss Ös­ter­reichs an Na­zi­deutsch­land er­in­nert, ein Er­eig­nis, das sich die­ser Tage zum 80. Mal jährt. Ja­kob Nef – im Ori­gi­nal – ist der­zeit im Mu­se­um für Le­bens­ge­schich­ten in Spei­cher zu se­hen.

www.appenzelldigital.ch

www.museumfuerlebensgeschichten.ch (Aus­stel­lung über Ja­kob Nef bis 30.09.2018)

Hei­di Ei­sen­hut, Kan­tons­bi­blio­thek Ap­pen­zell Aus­ser­rho­den